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SUN:ST – Sachunterrichtsnetzwerk Steiermark
Ein Projekt des Schulbiologiezentrums „NaturErlebnisPark“ mit
den Pädagogischen Hochschulen in Graz und dem Institut für
Erziehungswissenschaften der Universität Graz Auftraggeber: MNI- Fonds, Zukunftsfonds Steiermark, Stadt Graz Im Projekt „SUN:ST – Sachunterrichtsnetz Steiermark“ werden gemeinsam mit den beiden Grazer Pädagogischen Hochschulen, dem Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Graz sowie einigen außerschulischen Bildungsinstitutionen eine Reihe von Schritten gesetzt, um den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an steirischen Grundschulen zu fördern. Zu den Maßnahmen zählen gemeinsam durchgeführte Seminare für Lehramtsstudierende, die Entwicklung von Unterrichtssettings, die Gestaltung von Unterrichtsveranstaltungen für Schulklassen sowie die Durchführung begleitender Studien, die die Kooperation zwischen Schulsystem und außerschulischen Anbietern näher beleuchten. Dieses Projekt wird vom Grazer Schulbiologiezentrum koordiniert und durch den Zukunftsfonds des Landes Steiermark, den MNI-Fonds für Unterrichts- und Schulentwicklung, den Landesschulrat für Steiermark und die Stadt Graz gefördert. Mit diesem Projekt kann auf Basis bestehender Kompetenzen und Ressourcen eine Struktur geschaffen werden, die Lehrkräfte an steirischen Grundschulen auf vielfältige Weise in ihren Bemühungen um einen zeitgemäßen Naturwissenschaftsunterricht unterstützt. Völlig neue Wege werden bei diesem Vorhaben dahingehend beschritten, als Institutionen unterschiedlichster Ausrichtung - aus dem Schulbereich, außerschulische Institutionen, Institutionen aus der Wissenschaft und Forschung, aus der Lehrer/innenbildung und aus der Unterrichtspraxis - kooperieren und so ein Beispiel für die Öffnung des Schulsystems zur Professionalisierung der Lehrkräfte liefern.
Vorläufiges Resumee Die Bilanz dieses ersten Netzwerkjahres kann sich durchaus sehen lassen: 68 Aktivitäten für Schulklassen, 10 Studentenseminare und 4 Workshops für Lehrer/innen konnten seit Herbst 2005 realisiert werden. Unterrichtsmaterialien und Begleitunterlagen für 8 Themenfelder wurden erarbeitet, 5 Publikationen wurden zum Projekt erstellt. Es hat sich als äußerst positiv erwiesen, das didaktische Know-How der Pädagogischen Hochschulen, die sozialwissenschaftliche Kompetenz der Universität sowie die fundierten naturwissenschaftlichen Grundlagen und das kreative Potenzial des Schulbiologiezentrums zusammenzuführen und in konkreten Unterstützungsmaßnahmen für die Grundschule umzusetzen. Die tatkräftige Unterstützung durch den Landesschulrat für Steiermark trug wesentlich zur Erreichung eines breiten Spektrums an Grundschulen und somit zum Gelingen des Projekts bei. Übereinstimmend deuten alle Evaluationen darauf hin, dass derartige Aktivitäten von der Zielgruppe sehr begrüßt und gut angenommen werden. Insbesondere mit direkt nutzbaren Unterrichtsangeboten und praktisch anwendbaren Anregungen für Materialien und Methoden konnte offenbar einem dringenden Bedürfnis der Lehrer/innen entsprochen werden. Als äußerst gelungen kann auch die Kooperation zwischen den einzelnen Institutionen betrachtet werden, die sich im Lauf des Projektjahres deutlich intensivierte. Aus der bisher punktuellen Zusammenarbeit entwickelte sich eine dauerhafte Projektpartnerschaft, die langsam auch einen formaleren Charakter annehmen könnte. So ist es beispielsweise geplant, im Studienplan der Pädagogischen Hochschule den Besuch außerschulischer Lernorte im Rahmen des Studiums vorzusehen. Insgesamt gesehen sind die Erfahrungen aus dem Projektjahr sehr erfreulich. Bei allen Beteiligten besteht daher die Absicht, die Arbeit am Sachunterrichtsnetz auch weiterhin fortzusetzen und auch weitere Netzwerkpartner/innen einzubinden. Unklar ist allerdings noch, auf welcher finanziellen und organisatorischen Basis die weitere Aufrechterhaltung des Netzwerks erfolgen kann. Derzeit werden daher Überlegungen angestellt, in welcher Form die Zusammenarbeit schulischer und außerschulischer Institutionen längerfristig beibehalten werden kann. So gesehen kann das Projekt SUN:ST als gelungener erster Impuls zur Attraktivierung des naturwissenschaftlich orientierten Sachunterrichts gesehen werden. Um aber eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, sind noch eine Reihe weiterführender Schritte erforderlich, um deren Realisierung wir uns bemühen.
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